24.06.2009 - Schweizermeisterschaft Einzelzeitfahren Nyon

Bei sonnigem aber noch recht windigem Wetter trafen sich am Mittwoch vor den nationalen Meisterschaften die Spezialisten für Prüfungen gegen die Uhr in Nyon am Genfersee ein. Das Ok war aber meteorologisch damit mehr als glücklich. Genau 24 Stunden zuvor zogen Stürme über das Bassin Lémanique, was die Feuerwehr des Kantons Genf zu über 200 Einsätzen forderte. 

Zurück zum Sport : In den verschiedensten Kategorien wurde um Gold, Silber und Bronze gekämpft, wobei aus Team-Sicht lediglich die Kategorie U23 sowie Elite National von Interesse war. Bei der Kategorie für 22-jährige oder jünger war Moreno Angst am Start. Aufgrund seines verletzungsbedingten Trainingsrückstandes waren die Ansprüche nicht riesengross. Diese wurden auch etwa bestätigt, wobei der Fahrer selbst natürlich mit einem 30. Rang nie zufrieden ist.

Bei der Elite waren 5 Fahrer aus dem Team vor Ort. Patrick, David, Roman Müller, Simon Wyss und Dominic Zünd vertraten die eigenen Farben bei dieser Prüfung. Unser mitunter Favorit auf den Titel, Roman Andres, musste nach seinem Unterbruch Vernunft walten lassen und konzentriert sich voll auf die Prüfung von Sonntag.

Aufgrund der vergangenen Resultate konnten sich konkret Patrick, David und Roman Müller Ansprüche auf einen Klassierung ganz vorne erhoffen. Alle drei starteten gut, hatten aber unterschiedliche psychologische Fixpunkte nebst der nicht allzuviel sagenden Rundenzeit. Aah, Rundenzeit. Es galt einen Kurs von gut 18 km zwei mal zu umrunden, wobei die Strecke alle Facetten beinhaltete.

David schaffte es zwar seinen eine Minute vor ihm gestarteten Kontrahenten bis Rennhälfte einzuholen, in der gesamten Abrechnung der nationalen Elite-Fahrer reichte dies bis zum Schluss zu Rang 8. Patrick seinerseits fuhr 50 Sekunden schneller was ihm den 6. Elite-Rang einbrachte.

Und Roman Müller hatte ein ganz anderes Rennen zu bestreiten. Wissend das einer der zwei Top-Favoriten auf den Titel eine Minute nach ihm gestartet war, blieb irgendwie ein gewisser Druck auf den ersten Kilometern haften. Und bis kurz vor Ende der ersten Runde kam wirklich der nach ihm gestartete Joel Frei bis auf 100 m an ihn heran, was eigentlich kein gutes Zeichen sein konnte.

Roman liess sich aber nicht beirren und hielt dem Hörmann-Urgestein Paroii. Während gut 10 Kilometern blieb er immer auf Augenhöhe, was das Reglement halt unter Augenhöhe auch zulässt. Er verlor auf seiner 2. Runde nur noch wenig, was ihm schlussendlich einen Rückstand auf den in der selben Kategorie startenden Frei von knapp 1 1/2 Minuten einbrachte. Klang zuerst nach sehr viel, wobei man bald merkte, so mancher ist da nicht dazwischen. Bis zum Ende waren es aber leider noch zwei, was ihm den undankbaren 4. Rang beschehrte. Des Aergers nicht genug. Es fehlten Roman auf den Bronze-Platz 0.4 Sekunden. Dies bei knapp 40 km Renndistanz.

Roman nahm es aber sehr sportlich und haderte nicht lange. Auch wenn man die Zehntelssekunden hätte problemlos finden können. Die knapp verpasste Medaille soll aber nicht hinwegtäuschen über das tolle Abschneiden des Teams und insbesondere von Roman Müller. Im Klassement kumuliert mit allen Professionals platzierte er sich immerhin auch noch auf Rang 10. Und zu den 10 schnellsten Radfahrern der Schweiz zu gehören, ist doch auch nicht ganz ohne.


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