28.06.2009 - Schweizermeisterschaft Strasse Elite
Eliterennen bei der SM StrasseZum Abschluss der Schweizer Meisterschaftswoche in Nyon stand am Sonntag das Elite-Rennen auf dem Programm. Der stahlblaue Himmel bereits am Vormittag versprach einen sonnigen, aber auch warmen Tag. Die bis 31° Lufttemparatur bis zum Rennende waren dann aber doch mehr als allgemein erwartet.
Neun Fahrer nahmen das Elite-Rennen aus Teamsicht in Angriff. Lediglich die beiden U23 Fahrer Lionel Bücheli wie auch Moreno Angst fehlten. Wiederum wurde das Elite-Rennen in zwei Kategorien gewertet. Nebst der Klassifizierung der Elite-Professionals, durften die rein nationalen Cracks um den eigenen Titel des Schweizer Meisters streiten.
Nervös wurde gestartet. Attacke über Attacke prägten die ersten der 11 zu absolvierenden Runden. Das Team zeigte sich präsent und war immer wieder in diesen Attacken involviert. Zum Schluss der Runde zwei dann ein Schock. Im Anfahrt zu Start und Ziel kamen gleich zwei Teamfahrer heftig zu Fall. Lionel Varé wie auch Patrick Frutschi überschlugen sich plötzlich auf einem Trottoir rechts. Während Lionel Varé mit grossem Rückstand wieder aufs Rad stieg, blieb Patrick liegen. Vorallem Patrick, seit 16 Jahren nie gestürzt und nun ausgerechnet heute. Sowohl die ersten Diagnosen der Notrufeinsatztruppe wie auch die darauffolgenden Checks im Regionalspital Nyon zeigten, dass er die verpassten Jahre gleich auf einen Schlag aufgeholt hatte. Schlüsselbein, Schulterblatt und mehrere Rippen waren gebrochen, was sich einen Menschen kaum mehr schmerzfrei bewegen lässt.
Zurück zum Radsport. Mittlerweile hatte sich eine 13er Spitze gebildet, dominiert von den Favoriten auf den Tagessieg, gespickt mit drei nationalen Elite-Fahrern. Leider ohne Teambeteiligung. In den darauffolgenden Runden wurden immer wieder Attacken gefahren, meist auch mit Teambeteiligung, wobei jeder Ausreissversuch wieder gestellt wurde. Bis ins Ziel sollten aber trotzdem noch zwei, meist durch Professionals geprägte Gruppen die Flucht gelingen.
Nach vorne war der Zug aber abgefahren. Cancellara in der Spitze setzte sich eine Runde vor Schluss mit Frank und Frei ab, wobei der Sprint am Schluss den erwarteten Sieger mit sich brachte. Simon im ersten Verfolgerfeld versiebte irgendwie passenderweise den Schlussspurt und wurde noch von weiteren 5 Elitefahrern abgefangen. Ohne die Leistung des Bündners schmälern zu wollen, passte es irgenwie zum Rest des Rennsonntags.
Glücklicherweise konnten alle Teilnehmer den Heimweg gemeinsam antreten, inklusive Patrick. Auch wenn der Basler mit x-fach fixiertem Oberkörper, im Nachthemd und unter Schmerzmittel unter der Truppe weilte. Sein Heimweg führte ihn im Gegensatz zum Rest auch gleich in das seinem Wohnort nächst gelegene Spital zur weiteren Genesung. Alles Gute hier von dieser Seite.
Weiter gehts am nächsten Samstag bei der Tour du Jura.
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