29.05.2010 - Stadtkriterium Thun

Das Kriterium im Zentrum von Thun wurde dieses Jahr wiederum als Omnium ausgetragen. Ein Ausscheidungsrennen, ein Einzelzeitfahren über eine Rund wie auch ein Kriterium über 50 Runden, sollten die Prüfsteine zur Erkürung des Siegers sein.

Mit Roman Andres, Bernhard Furger, und Roman Müller waren drei Fahrer am Start. Bereits beim Ausscheidungsfahren zeigte Roman Andres als erster seine Ambitionen auf einen Podestplatz. Er führte oft das Feld an, vielleicht zu oft. Bis 7 Fahrer überraschend konterten und er zumindest noch mit 7 von maximal 12 Punkten aus dieser Prüfung heraus kam. Bernhard Furger und Roman Müller holten mit Rang 17. resp. 19 jeweils noch einen Punkt.

Knappe 40 Minuten später folgte das Einzelzeitahren über eine Runde. Auf dieser Strecke kein leichtes Unterfangen. Roman Andres welcher schon alles auf dieser Strecke erlebt hat (Podest / Sturz) liess sich aber nicht beirren und zeigte wiederum eine waghalsige Leistung. Mit persönlicher Bestleistung erreichte er Rang zwei hinter dem Sieger von 2005 Bruno Menzi.

Zu guter Letzt das Kriterium um viertel vor acht Abends. Roman Andres zeigte sich gleich wieder vorne präsent und punktete mit, kam aber in den ersten drei Wertungen nie auf mehr als zwei Punkte. In Runde 16 griff er dann solo an und setzte sich vom Feld leicht ab. Während mehreren Runden lag er vorne, gewann eine Wertung und wurde kurz vor Rennhälfte von zwei weiteren Fahrern verstärkt. Mit Nicolas Schnyder war aber einer der beiden der bis dahin führende, da Pirmin Lang nach zwei Stürzen das Rennen aufgab. Der zweite Im Bunde war mit Daniel Henggeler ein Team-Kollege von Schnyder aus der Price-Cycling Truppe.

Es dauerte einen Moment bis sich die drei ganz einig waren, insbesondere da mit Schnyder und Andres die beiden zu dem Zeitpunkt Führenden mit von der Partie waren. Schnyder war aber bereits einige Punkte voraus und sicherte sich zudem gleich drei mal das Punktemaximum bis in Runde 30. Wichtig war es aber zudem das Feld nicht näher kommen zu lassen. Dies gelang, und das Podest war zwei Wertungen vor Schluss gesichert, da der Vorsprung schon eine Minute erreicht hatte. Roman gewann noch die letzte und doppelt zählende Wertung, ganz nach vorne reichte es ihm aber nicht mehr. Sieben Punkte fehlten zum Sieg, mit Rang zwei aber ein super Resultat bei diesem sehr anspruchsvollen Kriterium erreicht.

Bernhard hatte bereits vor Rennhälfte mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen und konnte so unmöglich den nötigen Druck auf die Pedale aufbauen. Er fuhr aber kämpferisch zu Ende. Roman Müller kam je länger das Rennen lief je besser in fahrt, zu weiteren Punkte reichte es aber trotzdem nicht mehr ganz.

Roman Andres zeigte einmal mehr seine Stärke in dieser Disziplin und seine Liebe zu diesem Pavé-Kurs in der Innenstadt von Thun.


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