17.04.2011 - GP Lancy
Aufgrund des zeitigen Starts, reiste das Team wiederum am Vorabend nach Genf, um eine möglichst gute Vorbereitung treffen zu können. Das Hotel auf der französischen Seite kurz nach Genf war eine gute Unterkunft für die 8 Fahrer. Micha Eglin war immer noch mit der U23 Nationalmannschaft im Norden Frankreichs unterwegs.Nach dem ausgiebigen Frühstückbuffet macht sich das Team am Sonntag früh dann in Richtung Startgelände. Die Vorbereitungen liefen einwandfrei und bald schon nahm das Elite-Feld die 7 Minuten Rückstand gegenüber den Amateuren in Angriff. Nach frostiger Nacht wärmte die Sonne ebenso schnell wie das angeschlagene Tempo. Laufend wurde der Rückstand reduziert, und nach 100 von 142 zu absolvierenden Kilometern waren die Amateure gestellt.
Diese Neulancierung des Rennens brachte die erwartete Tempoverschärfung und die verschiedenen Attacken aus dem Elitefeld. Fluchtgruppe um Fluchtgruppe wurde aber wieder gestellt. Auch Lukas Jaun war gute 10 Kilometer vor dem Feld mit drei weiteren Fahrern entwischt. Da kein weiteres Top-Team vertreten war, blieb die Aussicht auf ein Durchkommen aber hoffnungslos. 8 Kilometer vor dem Ziel zog es Laurent Beuret, welcher bereits zuvor zwei Mal attackierte, erneut in die Flucht. Teamkollege und Vorjahressieger Baldo wie auch Price-Fahrer Henggeler gesellten sich zu ihm und der Vorsprung stieg auf etwas mehr als 10 Sekunden an. Ramon versuchte solo noch zu den Dreien vorzustossen, wurde aber etwa 1000 Meter vor dem Ziel wieder gestellt. Die enge Strasse, wie auch die verschiedenen Kreisel in der Anfahrt auf die Ziellinie, liessen seine Position weiterhin hoffnungsvoll erscheinen.
Nach dem letzten Kreisel aber stellt sich ein anderer Fahrer quer und Ramon konnte nicht mehr ausweichen. Sein Sturz vornüber bescherte ihm einen zerschlissenen Helm und eine lädierte Schulter. Schnell wandelte sich die Schulterverletzung aber zur befürchteten Fraktur des Schlüsselbeines.
Bereits in der Ambulanz war die erste Diagnose in diese Richtung weisend. Im Spital dann erwartete den Schaffhauser eine Warterei ohne Gleichen. Der sonnige Sonntag bescherte der Notfallaufnahme des Kantonsspital Genf eine Vielzahl an Unfällen. Abgestürzte Wanderer gesellten sich ebenso unter die Wartenden wie Fahrrad-, Lauf- und Motorradunglücke. Die Radiologie hatte eine Warteliste von mehr als 2 1/2 Stunden aufzuweisen und die Anzahl der Fälle liessen den Teamfahrer liegend im Flur mit dem sportlichen Leiter auf die Röntgen und weitere Versorgung warten. Zumindest war noch eine soweite Verarztung möglich, dass am Abend die Rückreise nach Schaffhausen möglich wurde, wo die Fraktur zu Beginn der Woche operiert werden wird.
Zurück zum Sport. Die drei oben genannten Fahrer kamen durch und machten das Podium unter sich aus. Dahinter musste Lukas aufgrund des Sturzes bremsen und belegte im gebremsten Feld noch den zweiten Rang im Sprint. Leider waren gut zehn Fahrer unbescholten durch gekommen, was dem Lengnauer "nur" die 17. Platzierung einbrachte.
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